Online-Marketing für Kitas: So finden Eltern dich

Du hast eine Kita gegründet, eine Spielgruppe aufgebaut oder arbeitest als Tagesmutter — und jetzt sollen Eltern dich finden. Genau hier scheitern viele Betreuungsanbieter: Das pädagogische Konzept steht, die Räume sind eingerichtet, aber die Plätze bleiben leer. Dabei ist gutes Marketing für Kinderbetreuungsangebote weder teuer noch kompliziert. Dieser Ratgeber zeigt dir Schritt für Schritt, wie du online und offline sichtbar wirst — auch mit kleinem Budget.

Ob du gerade erst startest oder deine bestehende Auslastung verbessern willst: Hier findest du alle Marketing-Massnahmen, die wirklich funktionieren — angepasst an die Schweizer Realität.

Warum Marketing für Kitas wichtig ist

Viele Kita-Leiterinnen und Spielgruppen-Betreiber denken: «Gutes Marketing brauche ich nicht — wenn die Qualität stimmt, kommen die Eltern von selbst.» Das stimmt teilweise — Mund-zu-Mund-Propaganda ist tatsächlich der stärkste Kanal. Aber Mund-zu-Mund funktioniert erst, wenn du bereits Familien betreust.

Die Realität sieht so aus:

  • Eltern suchen online. Über 80 % der Eltern in der Schweiz beginnen die Kita-Suche bei Google oder auf spezialisierten Plattformen.
  • Der erste Eindruck zählt. Eltern vergleichen Anbieter innerhalb von Sekunden — dein Online-Auftritt entscheidet, ob sie sich melden oder weiterscrollen.
  • Der Markt ist lokal, aber kompetitiv. In städtischen Gebieten konkurrierst du mit vielen Anbietern. Auf dem Land musst du zeigen, dass du überhaupt existierst.
  • Neue Anbieter starten bei null. Ohne Bewertungen, ohne Empfehlungen, ohne Warteliste — Marketing schliesst diese Lücke.

Die gute Nachricht: Du musst kein Marketing-Profi sein. Die wichtigsten Massnahmen sind kostenlos oder kosten wenig. Und das meiste davon machst du einmal richtig und profitierst jahrelang davon.

Google Business Profile: Dein wichtigstes kostenloses Tool

Wenn Eltern «Kita in der Nähe» oder «Spielgruppe Zürich» googlen, zeigt Google zuerst die lokalen Ergebnisse mit Karte an — das sogenannte «Local Pack». Dort landest du nur, wenn du ein Google Business Profile (früher Google My Business) hast.

So richtest du es ein

  1. Geh auf business.google.com und erstelle ein Profil.
  2. Wähle die Kategorie «Kindertagesstätte», «Spielgruppe» oder «Kinderbetreuung».
  3. Gib deine exakte Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten ein.
  4. Verifiziere dein Profil (Google schickt dir einen Code per Post oder Telefon).

So optimierst du es

  • Fotos hochladen: Mindestens 10 Fotos — Innenräume, Aussenbereich, Aktivitäten mit Kindern (mit Einverständnis der Eltern!), Team. Profile mit Fotos erhalten laut Google 42 % mehr Routenanfragen und 35 % mehr Website-Klicks.
  • Öffnungszeiten: Auch Ferien und Feiertage pflegen. Nichts frustriert Eltern mehr als falsche Öffnungszeiten.
  • Beschreibung: Nutze 750 Zeichen für eine klare Beschreibung. Erwähne deinen Standort, die Altersgruppen und Besonderheiten (z. B. «Waldkita», «zweisprachig», «Montessori»).
  • Bewertungen: Bitte zufriedene Eltern aktiv um eine Google-Bewertung. Antworte auf jede Bewertung — auch auf kritische. Das zeigt, dass du engagiert bist.
  • Beiträge: Google Business erlaubt kurze Posts (ähnlich wie Social Media). Nutze sie für Ankündigungen wie «Freie Plätze ab August» oder «Tag der offenen Tür».

Tipp: Erstelle dein Google Business Profile noch heute — es ist kostenlos und bringt dir sofort mehr Sichtbarkeit. Innerhalb weniger Tage wirst du auf Google Maps erscheinen.

Website: Brauchst du eine eigene?

Die kurze Antwort: Es hilft, ist aber nicht zwingend nötig. Gerade für kleinere Anbieter wie Tagesfamilien oder Spielgruppen kann eine eigene Website überdimensioniert sein.

Wann eine eigene Website sinnvoll ist

  • Du betreibst eine mittelgrosse bis grosse Kita (ab ca. 20 Plätze).
  • Du möchtest dein pädagogisches Konzept ausführlich präsentieren.
  • Du bietest mehrere Standorte an.
  • Du willst mit SEO langfristig bei Google ranken.

Was deine Website mindestens braucht

Wenn du dich für eine Website entscheidest, reichen für den Anfang fünf Seiten:

  1. Startseite: Wer bist du, was bietest du an, für welche Altersgruppen?
  2. Über uns / Team: Fotos und kurze Bios der Betreuerinnen. Eltern wollen wissen, wem sie ihr Kind anvertrauen.
  3. Angebot & Preise: Transparente Infos zu Betreuungsmodellen, Öffnungszeiten und Tarifen.
  4. Kontakt / Anmeldung: Kontaktformular oder Link zu deiner Warteliste. Telefonnummer und Adresse gut sichtbar.
  5. Impressum & Datenschutz: In der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben (DSG).

Alternativen zur eigenen Website

Nicht jeder Betreuungsanbieter braucht eine Website. Diese Alternativen funktionieren oft genauso gut:

  • maus.kids-Profil: Dein Anbieterprofil auf maus.kids funktioniert wie eine Mini-Website — mit Fotos, Beschreibung, Öffnungszeiten, Preisen und direkter Kontaktmöglichkeit. Hier erfährst du, wie du dein Profil optimal gestaltest.
  • Google Business Profile: Wie oben beschrieben — für viele kleine Anbieter reicht das als Online-Präsenz.
  • Social-Media-Seite: Eine Instagram- oder Facebook-Seite kann als «Website-Ersatz» dienen, besonders wenn du regelmässig Inhalte postest.

Unser Rat: Starte mit einem maus.kids-Profil und einem Google Business Profile. Wenn du merkst, dass du mehr brauchst, kannst du später eine einfache Website mit einem Baukastensystem (z. B. Squarespace, Jimdo oder WordPress) erstellen.

Social Media: Instagram, Facebook & Co.

Social Media kann ein starker Marketing-Kanal für Kinderbetreuungsanbieter sein — aber nur, wenn du es richtig machst. Die grösste Falle: Du investierst viel Zeit und erreichst trotzdem nur wenige Eltern.

Welche Plattform lohnt sich?

Plattform Geeignet für Aufwand Reichweite bei Eltern
Instagram Alle Anbieter Mittel Hoch (besonders Mütter 25–40)
Facebook Kitas, Spielgruppen Mittel Mittel (eher ältere Eltern, Gruppen)
TikTok Kreative Anbieter Hoch Wachsend, aber noch wenig Kita-Suche
LinkedIn Grössere Kitas Niedrig Niedrig (eher für Recruiting)

Empfehlung: Starte mit einem Kanal — idealerweise Instagram. Mach das gut, bevor du einen zweiten hinzunimmst.

Content-Ideen für deine Kita

  • Behind the Scenes: Zeige den Alltag — Bastelprojekte, Morgenkreis, Ausflüge, gemeinsames Kochen.
  • Team vorstellen: Wer betreut die Kinder? Kurze Vorstellungen schaffen Vertrauen.
  • Eltern-Tipps: Teile Wissen, das Eltern nützlich finden (z. B. Eingewöhnungs-Tipps, Rezepte für Znüni).
  • Meilensteine: Geburtstage, Jahreszeiten-Feste, neue Spielgeräte.
  • Freie Plätze: Wenn Plätze frei werden, poste es! «Ab Oktober haben wir 2 Plätze für Kinder ab 18 Monaten frei.»

Datenschutz bei Fotos

Wichtig: Veröffentliche nie Fotos von Kindern ohne schriftliches Einverständnis der Eltern. Das gilt auch für Social Media. Am besten:

  • Fotografiere Hände, Rücken, Aktivitäten — nicht erkennbare Gesichter.
  • Hole bei der Anmeldung eine generelle Foto-Einwilligung ein (mit Widerrufsmöglichkeit).
  • Nutze alternativ Fotos von leeren Räumen, Bastelergebnissen oder vom Team.

Wie oft posten?

Qualität vor Quantität. 2–3 Posts pro Woche auf Instagram reichen völlig. Nutze Stories für spontane Einblicke. Plane Inhalte vor — zum Beispiel am Sonntagabend für die ganze Woche.

maus.kids als Marketing-Kanal

Eine der effektivsten Massnahmen, um Eltern zu erreichen, ist dein Profil auf einer spezialisierten Plattform. Auf maus.kids suchen Eltern gezielt nach Kinderbetreuungsangeboten in ihrer Nähe — du erreichst also genau die richtige Zielgruppe zur richtigen Zeit.

Warum maus.kids?

  • Gezielte Reichweite: Eltern, die auf maus.kids suchen, suchen aktiv einen Betreuungsplatz. Das ist kein Streuverlust wie bei Facebook-Werbung.
  • SEO-Vorteil: maus.kids-Profile ranken bei Google für lokale Suchanfragen wie «Kita Bern Breitenrain» oder «Spielgruppe Winterthur».
  • Einfache Verwaltung: Profil erstellen, Plätze verwalten, Anfragen beantworten — alles an einem Ort.
  • Bewertungen: Elternbewertungen auf deinem Profil schaffen Vertrauen bei neuen Familien.

So optimierst du dein maus.kids-Profil

  1. Vollständigkeit: Fülle jedes Feld aus — Name, Beschreibung, Adresse, Öffnungszeiten, Preise, Altersgruppen, pädagogisches Konzept.
  2. Fotos: Lade mindestens 5–8 hochwertige Fotos hoch. Zeige Innenräume, Aussenbereich und Aktivitäten.
  3. Beschreibung: Schreibe eine persönliche, einladende Beschreibung. Vermeide leere Floskeln. Sag konkret, was dich ausmacht.
  4. Aktualität: Halte dein Profil aktuell — besonders freie Plätze und Öffnungszeiten.
  5. Antwortzeit: Reagiere schnell auf Anfragen. Eltern schreiben oft mehreren Anbietern gleichzeitig — wer zuerst antwortet, hat einen Vorteil.

Eine ausführliche Anleitung findest du im Ratgeber Profil auf maus.kids optimieren. Infos zu den verschiedenen Profil-Optionen findest du auf unserer Preisseite.

SEO-Basics: Was Eltern googlen

SEO (Suchmaschinenoptimierung) klingt kompliziert, ist aber für Kitas eigentlich simpel. Du musst verstehen, was Eltern in Google eintippen — und dafür sorgen, dass du bei diesen Suchanfragen auftauchst.

Die häufigsten Suchanfragen von Eltern

  • «Kita [Ort]» (z. B. «Kita Zürich Kreis 3»)
  • «Spielgruppe [Ort]»
  • «Tagesmutter [Ort]»
  • «Kinderbetreuung in der Nähe»
  • «Kita freie Plätze [Ort]»
  • «Kita Kosten [Kanton]»
  • «Kita mit Waldpädagogik [Ort]»
  • «Zweisprachige Kita [Ort]»

Was du tun kannst

Für dein Google Business Profile:

  • Nenne deinen Standort in der Beschreibung (z. B. «Kita im Herzen von Bern Länggasse»).
  • Verwende die korrekte Kategorie.
  • Sammle Bewertungen (Google liebt Bewertungen für lokale Rankings).

Für deine Website (falls vorhanden):

  • Seitentitel: Jede Seite braucht einen aussagekräftigen Titel. Nicht «Startseite», sondern «Kita Sonnenschein Zürich — Betreuung für Kinder ab 3 Monaten».
  • Überschriften: Verwende H1 und H2 mit relevanten Begriffen.
  • Lokale Keywords: Erwähne deinen Ort, Quartier und Kanton mehrfach im Text.
  • Mobile-Optimierung: Über 70 % der Kita-Suchen passieren auf dem Smartphone. Deine Website muss auf dem Handy funktionieren.
  • Ladezeit: Langsame Seiten werden von Google abgestraft. Komprimiere Bilder und nutze einen schnellen Hoster.

Für dein maus.kids-Profil:

  • Verwende in deiner Beschreibung natürliche Formulierungen mit Ortsnamen: «Unsere Spielgruppe in Luzern Littau bietet...»
  • Je vollständiger dein Profil, desto besser das Ranking in der maus.kids-Suche.

Merke: SEO ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es dauert Wochen bis Monate, bis Google-Rankings sich verbessern. Aber einmal gut positioniert, bekommst du kontinuierlich kostenlose Anfragen.

Offline-Marketing: Unterschätze es nicht

Online-Marketing ist wichtig, aber in der Schweiz funktioniert Offline-Marketing für Kitas oft genauso gut — manchmal sogar besser. Eltern vertrauen lokalen Empfehlungen und persönlichen Begegnungen.

Mund-zu-Mund-Propaganda

Der stärkste Marketing-Kanal überhaupt. So förderst du ihn aktiv:

  • Eltern zufriedenstellen: Klingt banal, ist aber der Kern. Zufriedene Eltern empfehlen dich weiter — unzufriedene erzählen es noch mehr Leuten.
  • Empfehlungen belohnen: Biete einen kleinen Bonus für erfolgreiche Empfehlungen — z. B. einen Monat 10 % Rabatt auf die Betreuungskosten.
  • Alumni-Netzwerk: Bleibe in Kontakt mit Familien, deren Kinder in den Kindergarten wechseln. Sie haben oft Freunde mit jüngeren Kindern.

Flyer und Aushänge

  • Kinderarztpraxen: Einer der besten Orte für Flyer. Frag direkt in der Praxis — die meisten hängen gerne Flyer für lokale Kitas auf.
  • Quartierläden und Cafés: Besonders in Familienquartieren.
  • Gemeinde- und Quartierbüros: Viele Gemeinden haben ein schwarzes Brett oder einen Aushangkasten.
  • Bibliotheken: Oft haben sie eine Pinnwand für lokale Angebote.
  • Stillgruppen und Rückbildungskurse: Dort triffst du Eltern, die bald einen Betreuungsplatz brauchen.

Gemeindeanzeiger und Lokalmedien

  • Gemeindeanzeiger: In vielen Schweizer Gemeinden gibt es ein Mitteilungsblatt, das gratis in alle Haushalte verteilt wird. Ein Inserat dort kostet oft nur CHF 50–200 und erreicht genau die Familien in deinem Einzugsgebiet.
  • Lokalzeitung: Für grössere Kitas lohnt sich gelegentlich ein redaktioneller Beitrag (z. B. zum Tag der offenen Tür).
  • Quartierverein-Newsletter: Frag beim Quartierverein, ob du dich vorstellen kannst.

Events und Tag der offenen Tür

  • Tag der offenen Tür: Mindestens 1–2 Mal pro Jahr. Lade Familien ein, deine Räumlichkeiten zu sehen, das Team kennenzulernen und Fragen zu stellen. Bewirb den Anlass online und offline.
  • Quartier-Events: Nimm an Quartierfesten teil, biete Kinderschminken oder eine Bastelecke an. So lernst du Familien kennen.
  • Eltern-Workshops: Biete kostenlose Kurzvorträge an — z. B. «Tipps für die Eingewöhnung» oder «Gesunde Znüni-Ideen». Das positioniert dich als Expertin.

Wartelisten-Management als Marketing-Tool

Eine Warteliste ist nicht nur ein Verwaltungsinstrument — sie ist auch ein Marketing-Signal. Eine gut geführte Warteliste zeigt Eltern: «Dieses Angebot ist gefragt.» Und sie hilft dir, deine Auslastung zu planen.

Warum eine Warteliste wichtig ist

  • Planungssicherheit: Du weisst Monate im Voraus, wie viele Kinder nachrücken.
  • Nachfrage-Signal: «Wir haben eine Warteliste» ist ein starkes Qualitätsmerkmal. Eltern interpretieren das als: «Diese Kita muss gut sein.»
  • Kontaktpflege: Die Warteliste gibt dir eine Datenbank von interessierten Eltern, mit denen du in Kontakt bleiben kannst.

So nutzt du die Warteliste aktiv

  1. Mach die Anmeldung einfach: Ein Online-Formular auf deiner Website oder über maus.kids. Je einfacher die Anmeldung, desto mehr Einträge.
  2. Halte Kontakt: Schicke Wartelisten-Familien 1–2 Mal pro Jahr ein kurzes Update. «Liebe Familie Müller, wir möchten euch informieren, dass wir voraussichtlich ab August Plätze frei haben.»
  3. Lade sie ein: Biete Wartelisten-Familien einen Platz am Tag der offenen Tür an oder schicke ihnen euren Newsletter.
  4. Transparenz: Teile ehrlich mit, wie lang die Wartezeit ungefähr ist. Das schafft Vertrauen.

Auf maus.kids können Eltern sich direkt auf deine Warteliste setzen lassen. Du verwaltest die Anfragen zentral und behältst den Überblick.

Budget: Was kostet Marketing für eine kleine Kita?

Die gute Nachricht: Effektives Marketing für eine Kita muss nicht teuer sein. Hier ist eine realistische Budget-Übersicht für einen kleinen bis mittleren Betreuungsanbieter in der Schweiz.

Kostenlose Massnahmen

Massnahme Kosten Zeitaufwand
Google Business Profile CHF 0 2 Stunden Einrichtung, 30 Min/Monat Pflege
maus.kids Basis-Profil CHF 0 1 Stunde Einrichtung, 15 Min/Monat Pflege
Instagram-Profil CHF 0 2–4 Stunden/Monat
Mund-zu-Mund-Propaganda CHF 0 Laufend
Aushänge in Kinderarztpraxen CHF 0 (ausser Druckkosten) 2 Stunden einmalig

Kostenpflichtige Massnahmen

Massnahme Kosten (ca.) Sinnvoll für
maus.kids Premium-Profil Ab CHF 29/Monat Alle Anbieter mit freien Plätzen
Flyer drucken (250 Stk.) CHF 80–150 Neue Anbieter, Eröffnung
Gemeindeanzeiger-Inserat CHF 50–200/Ausgabe Lokale Sichtbarkeit
Einfache Website (Baukasten) CHF 10–30/Monat Grössere Kitas
Professionelle Fotos CHF 300–600 (einmalig) Alle — gute Fotos zahlen sich aus
Facebook/Instagram-Werbung CHF 50–200/Monat Gezielte Reichweite bei Neueröffnung

Empfohlenes Jahresbudget

  • Tagesmutter / kleine Spielgruppe: CHF 0–500/Jahr (primär kostenlose Kanäle)
  • Spielgruppe / kleine Kita: CHF 500–2'000/Jahr
  • Mittelgrosse Kita (20–40 Plätze): CHF 2'000–5'000/Jahr
  • Grosse Kita / Kita-Kette: CHF 5'000–15'000/Jahr

Wichtig: Der grösste «Kostenfaktor» ist deine Zeit. Plane realistisch. Lieber wenige Massnahmen gut umsetzen als zehn Kanäle halbherzig bespielen.

Weitere Infos zu den Kosten rund um die Gründung findest du in unseren Ratgebern Kita gründen in der Schweiz, Spielgruppe gründen und Tagesmutter werden.

Checkliste: Marketing-To-dos für neue Anbieter

Du eröffnest bald oder hast gerade gestartet? Hier ist deine Marketing-Checkliste — sortiert nach Priorität.

Sofort (vor der Eröffnung)

  • Google Business Profile erstellen und verifizieren
  • Profil auf maus.kids erstellen — Fotos, Beschreibung, Preise, Öffnungszeiten
  • Instagram-Profil anlegen (wenn gewünscht)
  • 10–15 gute Fotos von Räumen, Aussenbereich, Team machen
  • Flyer gestalten und in Kinderarztpraxen, Quartierläden auslegen
  • Inserat im Gemeindeanzeiger schalten
  • Warteliste einrichten (online oder auf maus.kids)

Erste 3 Monate

  • Tag der offenen Tür organisieren und bewerben
  • Erste Google-Bewertungen von Eltern sammeln
  • 2–3 Mal pro Woche auf Instagram posten
  • Bei Quartiervereinen und lokalen Netzwerken vorstellen
  • Kontakt zu Kinderarztpraxen und Hebammen aufbauen

Laufend

  • Google Business Profile monatlich aktualisieren (Fotos, Posts, Bewertungen beantworten)
  • maus.kids-Profil aktuell halten (freie Plätze, Preise)
  • Warteliste pflegen und Familien regelmässig informieren
  • 1–2 Mal pro Jahr Tag der offenen Tür durchführen
  • Eltern aktiv um Empfehlungen und Bewertungen bitten
  • Flyer in Kinderarztpraxen nachfüllen

Häufige Fehler im Kita-Marketing

Viele Anbieter machen immer wieder dieselben Fehler. Hier die häufigsten — und wie du sie vermeidest.

Fehler 1: Kein Google Business Profile. Das ist der grösste Fehler überhaupt. Ohne Google-Eintrag existierst du für suchende Eltern nicht.

Fehler 2: Veraltete Informationen. Falsche Öffnungszeiten, alte Preise, keine aktuellen Fotos — das wirkt unprofessionell und schreckt Eltern ab.

Fehler 3: Zu viele Kanäle gleichzeitig. Website, Instagram, Facebook, TikTok, Newsletter, Blog — das schafft niemand alleine. Konzentriere dich auf 2–3 Kanäle und mach diese gut.

Fehler 4: Keine Fotos oder schlechte Fotos. Eltern wollen sehen, wo ihr Kind den Tag verbringt. Dunkle, verwackelte Handyfotos sind kontraproduktiv. Investiere in ein paar gute Aufnahmen.

Fehler 5: Nicht auf Anfragen reagieren. Eltern, die eine Nachricht schreiben und tagelang keine Antwort bekommen, gehen woanders hin. Antworte innerhalb von 24 Stunden — idealerweise am selben Tag.

Fehler 6: Marketing nur bei leeren Plätzen. Marketing sollte laufend passieren, nicht nur in der Krise. Eine gepflegte Online-Präsenz sorgt für eine volle Warteliste — und die gibt dir Planungssicherheit.

FAQ — Häufig gestellte Fragen

Muss meine Kita auf Social Media sein?

Nein, das ist kein Muss. Ein Google Business Profile und ein maus.kids-Profil sind wichtiger. Social Media ist ein Bonus, der besonders bei Neueröffnungen hilft, Aufmerksamkeit zu generieren.

Lohnt sich bezahlte Werbung auf Facebook oder Instagram?

Für gezielte Kampagnen kann sich das lohnen — z. B. «Neue Kita in Bern Breitenrain — jetzt Platz sichern». Mit CHF 50–100 erreichst du in deinem Quartier mehrere tausend Eltern. Für die laufende Präsenz sind kostenlose Massnahmen aber meist ausreichend.

Wie schnell funktioniert SEO?

Ein Google Business Profile wird meist innerhalb von 1–2 Wochen angezeigt. Website-SEO braucht 3–6 Monate, um Wirkung zu zeigen. Lokale SEO (also Suchen mit Ortsangabe) funktioniert deutlich schneller als nationale Rankings.

Wie bitte ich Eltern um eine Google-Bewertung, ohne aufdringlich zu sein?

Am einfachsten: Nach einem positiven Gespräch sagst du: «Es freut uns, dass ihr zufrieden seid. Falls ihr Lust habt, würde uns eine Google-Bewertung sehr helfen — damit auch andere Eltern uns finden können.» Du kannst auch den direkten Bewertungslink per E-Mail schicken.

Was kostet ein maus.kids-Profil?

Das Basis-Profil auf maus.kids ist kostenlos. Mit einem Premium-Profil erhältst du zusätzliche Funktionen wie bevorzugte Platzierung in Suchergebnissen, detaillierte Statistiken und erweiterte Kontaktmöglichkeiten.

Darf ich Fotos von den Kindern auf Instagram posten?

Nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung der Eltern. Am sichersten ist es, Fotos zu verwenden, auf denen Kinder nicht erkennbar sind — z. B. von hinten, nur Hände oder beim Basteln. Mehr dazu im Schweizer Datenschutzgesetz (DSG).

Brauche ich einen Newsletter?

Für die meisten kleinen Anbieter ist ein Newsletter nicht nötig. Für grössere Kitas kann ein quartalsweiser Newsletter an Wartelisten-Familien sinnvoll sein — mit Neuigkeiten, freien Plätzen und Einladungen zu Events.

Wie messe ich, ob mein Marketing funktioniert?

Einfache Indikatoren:

  • Anzahl Anfragen pro Monat (und woher sie kommen — Google, maus.kids, Empfehlung?)
  • Auslastung und Wartelistenlänge
  • Google-Business-Statistiken (Aufrufe, Anrufe, Routenanfragen)
  • maus.kids-Profilaufrufe und Kontaktanfragen

Zusammenfassung

Marketing für Kitas, Spielgruppen und Tagesfamilien muss weder kompliziert noch teuer sein. Die wichtigsten Schritte sind:

  1. Google Business Profile einrichten — kostenlos, grösste Wirkung.
  2. maus.kids-Profil erstellen und optimieren — du erreichst Eltern, die aktiv suchen.
  3. Gute Fotos machen — sie sind dein wichtigstes Marketingmaterial.
  4. Offline nicht vergessen — Kinderarztpraxen, Gemeindeanzeiger und Mund-zu-Mund sind Gold wert.
  5. Dranbleiben — Marketing ist kein Projekt, sondern eine laufende Aufgabe.

Du startest gerade erst mit deinem Betreuungsangebot? Dann findest du in unseren Gründer-Ratgebern alles, was du wissen musst:


Quellen: Google Business Profile Hilfe (support.google.com/business), Bundesamt für Statistik — Familien und Generationen (bfs.admin.ch), Schweizer Datenschutzgesetz DSG (fedlex.admin.ch), kibesuisse — Verband Kinderbetreuung Schweiz (kibesuisse.ch). Stand: Februar 2026.

«Switzerland has one of the most expensive childcare systems in the world. Transparency on costs and availability is the first step towards better work-life balance.»

Mathias Scherer
Founder, maus.kids

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